Der Mittelrhein

Wo über Rebhängen Burgen und Schlösser thronen

Wer die vielbesungene Rhein-Romantik im Wein sucht, der ist am Mittelrhein genau richtig. Über 120 Kilometer – von Bingen bis Bonn – entlang des Rheinstromes erstreckt sich das Anbaugebiet!

Vorbei an steilen Rebhängen, Schlössern, Burgen und der weltberühmten Loreley windet sich der Fluss durch die geschichtsträchtige Landschaft. Diese ist nicht nur auf Grund ihrer Schönheit so bekannt, sondern auch wegen der Qualität der Weine, die hier wachsen. Der südliche Teil dieser einzigartigen Kulturlandschaft wurde im Jahr 2002 von der UNESCO zum Weltkulturerbe geadelt.

Die Natur gibt den Ton an

 

Klima und Boden sind diejenigen Elemente, die den Weincharakter am nachhaltigsten prägen. Durch die Lage im Rheinischen Schiefergebirge besitzt das Weinanbaugebiet Mittelrhein beste weinbauliche Bedingungen.

Tief hat sich der Rhein über Jahrtausende in die Mittelgebirgslandschaft eingegraben. Das hat positive Folgen für die Reben, die hier wachsen. 

Durch den Zustrom milder Luft vom Süden her kommend, weist das Rheintal für unsere Rebsorten ein optimales Klima auf. Von den klimatischen Vorteilen, wie gemäßigte Winter, ein früh einsetzendes Frühjahr und eine langwährende Vegetation bis in den Spätherbst hinein profitiert vor allem der Riesling. Daher stellt er eindeutig die Leitsorte dar.

Nicht die trockenen und heißen, sondern mäßige Sommer mit ausreichenden Niederschlägen bringen hier die großen Jahrgänge hervor.

Da die Wasseroberfläche des Rheins als Wärmespeicher für Temperaturausgleich sorgt, gibt es im Engtal des Mittelrheins auch bei extrem kalten Wintern selten starken Frost. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 9,4° Celsius.

Die meist steil terrassierten Weinberge scheinen oftmals wie Schwalbennester an den Talwänden zu kleben. Ihr steiniger Boden und die groben Felsen liegen sehr windgeschützt und werden von der Sonne schnell erwärmt.

Der Schiefer bestimmt das Bild der Böden am Mittelrhein. Weinbergsböden bestehen überwiegend aus Hunsrückschiefer, dunklem Schiefer, Lößlehm mit Schieferschutt, Grauwacke, Löß mit Schieferschutt, Quarzit mit Lehm, Terrassenlehmen, Terrassensand, Terrassenkies, Bims und Lößlehm.

Zwischen Trechtingshausen und Boppard herrscht z.B. stahlblauer Schieferboden vor. Hier wächst der Riesling, von dem man sagt, er schmecke „typisch rheinisch“: mineralisch, mit feinem Duft und rassiger Säure.

Nördlich von Koblenz ändert sich der Boden. Hier fügen sich vulkanische Gesteine hinzu. Die Bims- und Tuffböden sowie Lößablagerungen sorgen für einen runden, kräftigen und gehaltvollen Geschmack der Weine.

Für den Rieslinganbau wie geschaffen

Klassische Rebsorten stehen am Mittelrhein im Vordergrund. Vor allem der Riesling findet hier ideale Bedingungen zum Wachsen und Reifen.

Mit 70% der Anbaufläche ist er die Nummer eins unter den Weißweinreben am Mittelrhein und wird mit Recht als „Königin der Reben“ bezeichnet.

Seine kleinbeerigen und spätreifenden Trauben bringen wie keine andere Rebsorte die feine, rassige Art, das finessen- und nuancenreiche Spiel des Buketts und Geschmacks hervor, das schon früh zum Weltruf des Rheinweines geführt hat.

Müller-Thurgau, Kerner, Grau- und Weißburgunder ergänzen die Vielfalt der Weißweine. Unter den roten Rebsorten dominieren Spätburgunder, Dornfelder und Portugieser. Viele Winzer lassen einen Teil ihrer Rieslingernte versekten. Schnäpse, Liköre und Edelbrände runden das Angebot vieler Weinbaubetriebe ab.

Die mit dem Weinbau eng verbundene Gastronomie – von der Straußwirtschaft bis zum Restaurant oder Hotel für gehobene Ansprüche – sorgt für das leibliche Wohl der Gäste.

Kommen Sie doch einmal auf einen Schluck an den Mittelrhein. Sie werden ganz schnell erleben, dass neben dem „Zweiklang Landschaft und Wein“ auch die Gastfreundlichkeit der Menschen kaum zu überbieten ist.

So halten Essen und Trinken ja bekanntlich Leib und Seele zusammen!

Lagen am steilen Hang

Das kleine Weinanbaugebiet Mittelrhein erstreckt sich entlang des Rheinstromes auf einem rund 120 km langen Abschnitt zwischen Bingen und Bonn. Im südlichen Teil wird dieser „Canyon“ von den Mittelgebirgen Hunsrück und Taunus, im Norden von Eifel und Westerwald eingegrenzt.

Das Siebengebirge und die Loreley teilen das Gebiet weinrechtlich in zwei BEREICHE ein. Im Norden, im Schutz des Siebengebirges und südlich der Stadt Bonn, liegen die dem Bundesland Nordrhein-Westfalen zugehörigen Weinorte Königswinter, Oberdollendorf und Rhöndorf.

Der Bereich Loreley umfasst alle rechtsrheinischen Weinorte von Kaub bis Oberdollendorf und die linksrheinischen von Bingen bis Koblenz. Sie alle gehören zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Die Rebfläche umfasst rund 440 Hektar und befindet sich zu 85 % in terrassierten Steillagen.

Um die Qualität zu erhöhen, unterwerfen sich die Winzer einer freiwilligen Mengenbegrenzung und ernten im Schnitt nur 60 hl pro Hektar. Dieser recht niedrige Ertrag ist unter anderem Grundlage für die Spitzenqualität der Weine am Mittelrhein.

Einkehren und genießen

Kehren Sie wärend einer Tour durch das Mittelrheintal bei diesen Gastro-Partnern ein und genießen Sie unsere Profilweine:

  • Altkölnischer Hof, Bacharach
  • Perle am Rhein, Bad Salzig
  • Baudobriga, Boppard
  • FETZ – Das Loreleyhotel, Dörscheid
  • Hotel Badische Kellerey, Kastellaun
  • Hotel Deutsches Haus, Kaub
  • Hotel Zum Turm, Kaub
  • Gastronomie Festung Ehrenbreitstein, Koblenz
  • Baunhöller Mühle, Liesenfeld
  • Hotel Schönburg, Oberwesel
  • Gasthaus Stahl, Oberwesel-Dellhofen
  • Historische Weinwirtschaft, Oberwesel
  • Hotel Goldener Pfropfenzieher, Oberwesel
  • Hotel Landsknecht, St. Goar
  • Romantik Hotel Schloss Rheinfels, St.Goar
  • Hotel-Restaurant Nassauer Hof, St. Goarshausen
  • Hotel Christian, St. Goarshausen

Auch fernab vom Mittelrhein werden Weine der Riesling Charta ausgeschenkt:

  • Freiberg Romantik Hotel, Oberstdorf
  • Im Königlichen Jagdhaus Prinzregent Luipolt von Bayern, Oberstdorf